Interventionelle Verfahren zur Schmerztherapie

SCS (Spinal cord stimulation, rückenmarknahe Stimulation, Neurostimulation)

Die rückenmarknahe Stimulation kommt bei Patienten zur Anwendung, die unter nicht beherrschbaren chronischen Rücken-Bein-Schmerzen leiden und bei denen andere Therapiemaßnahmen keinen langfristigen Erfolg gebracht haben.

Die SCS-Behandlung vollzieht sich in 2 Schritten. Bei der ersten Operation wird in Bauchlage des Patienten in Lokalanästhesie und unter Röntgen-Kontrolle über einen kleinen Hautschnitt eine Stimulationselektrode (Durchmesser <1mm) im Rückenmarkskanal vorgeschoben, bis deren Spitze im unteren Bereich der Brustwirbelsäule positioniert ist (im Idealfall etwa in Höhe des 10. Brustwirbelkörpers). Über die Elektrodenspitze, die nur noch durch eine dünne Haut vom Rückenmark getrennt ist, wird ein elektrischer Impuls an bestimmte Strukturen im Rückenmark weitergegeben, so dass (idealerweise dort, wo der Schmerz sonst am stärksten empfunden wird) ein leichtes Kribbeln erzeugt wird und dadurch wiederum die Schmerzen stark vermindert oder gar nicht mehr wahrgenommen werden. Da die Stimulationselektrode zunächst an einen externen Impulsgenerator angeschlossen wird, hat der Patient die Möglichkeit, den Effekt der Neurostimulation zu testen - üblicherweise für maximal eine Woche. Dabei kann u.a. auch die Stärke der Stimulation reguliert werden.

Gelingt es mit Hilfe der SCS, die Schmerzempfindung um mehr als 50 % zu reduzieren, wird in einem zweiten Schritt in Vollnarkose und in Seitenlagerung des Patienten ein interner Impulsgenerator über ein Verlängerungskabel mit der Testelektrode verbunden und im Unterhautfettgewebe im Unterbauchbereich implantiert.

Die rückenmarknahe Stimulation kann auch bei bestimmten Erkrankungen der Blutgefäße (Angina pectoris – Herzkranzgefäße bzw. paVk – Beingefäße) angewandt werden.

Implantation von Schmerzpumpen zur Medikamentengabe in den Rückenmarkkanal

Wenn sich aufgrund chronischer Schmerzen die Einnahme starker Schmerzmedikamente in Tablettenform erforderlich macht und dies mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden ist, kann alternativ dazu eine Schmerzpumpe zur Gabe in den Rückenmarkkanal implantiert werden. In der Regel können dadurch die Medikamentendosis und die Nebenwirkungsrate reduziert werden.

Zunächst wird in Lokalanästhesie ein Katheter in den Rückenmarkkanal gelegt und dieser mit einer externen Pumpe verbunden. In einer Testphase über wenige Tage wird die optimale Medikamentendosis für den Patienten ermittelt.
Im Rahmen einer relativ gering aufwendigen Operation erfolgt dann in Seitenlagerung des Patienten die Verbindung des Katheters mit einer Schmerzpumpe über ein Verlängerungskabel und die Implantation der Schmerzpumpe in das Unterhautfettgewebe im Unterbauchbereich.

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